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Der Frühling 1918 begann mit einem Paukenschlag. Eingeleitet durch ein fünfstündiges Trommelfeuer aus 6.600 Geschützrohren, traten am 21. März über eine Million deutsche Soldaten zu einer massierten Offensive in Frankreich an - Deckname "Michael". Die deutsche Armeeführung erhoffte sich von diesem Befreiungsschlag den Durchbruch im vierten Jahr eines Stellungskriegs, der unermessliche Todesopfer gefordert hatte, ohne Boden gutzumachen. Zusätzliche Truppen, die nach dem Friedensschluss mit Lenins neuem Sowjetregime von der Ostfront herbeordert wurden, verstärkten das deutsche Aufgebot. Die Zeit drängte, zumal immer mehr frische US-Truppen die Westalliierten verstärkten. Nach Verlusten, Auszehrung und Hunger erhöhte zudem die zunehmende Kriegsmüdigkeit in der Heimat und an der Front den Druck, nun mit allen Mitteln die Entscheidung herbeizuführen. Der letzte Teil der dreiteiligen Dokumentarreihe "Weltenbrand" erzählt den bewegten Verlauf der Völkerschlacht im letzten Kriegsjahr anhand der Erfahrungen zweier junger Offiziere, die ein Vierteljahrhundert später im Zweiten Weltkrieg zu prominenten Widersachern wurden: Hitlers Generalfeldmarschall Walter Model und US-Panzergeneral George S. Patton traten Ende 1944 während der deutschen Ardennen-Offensive erneut gegeneinander an - unter Umständen, die durchaus Parallelen mit dem Unternehmen "Michael" 1918 aufwiesen. So schlägt die Dokumentation einen Bogen zwischen den beiden Kriegen und zeigt, wie sie miteinander verknüpft waren und woran sie sich unterschieden.
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